Anfang Juli startete eine motivierte Spielgemeinschaft in die Vorbereitung auf dem Weg zum Saisonauftakt. An drei Tagen der Woche trafen wir uns zu Lauf-, Trainings- und Spieleinheiten, um unsere Kondition auf ein annehmbares Level zu heben. Die Vielseitigkeit des Trainingsprogramm unserer Trainer Arno Janßen und Dennis Weyrauch erleichterte uns den Muskelkater, den wir nach Sprints am und ins Ottermeer, Intervallläufen, Ausdauerläufen oder Training an der Freilichtbühne mit nach Hause nehmen durften. Das Gefühl etwas geschafft und erreicht zu haben, löste in uns dennoch eine große Zufriedenheit aus, die jede Anstrengung überbot und uns weiterhin motivierte. Das von Anke Fahnster einstudierte und mit uns erprobte „Brasilianische Aufwärmen“ begleitet uns bis heute und klappt bisweilen beinahe routiniert. So auch beim nachgeholten Pokalspiel der Saison 2014/15. Mindestens ebenso heiß wie das Wetter am 22. August, waren wir Spielerinnen auf den Pokal. Einige Tage vor Anstoß ereilte uns jedoch die Nachricht, dass unser Gegner, TUS Holtriem, am Spieltag als der Pokalsieger des Landkreises Wittmund und wir Wiesmoorerinnen als Sieger des Langkreises Aurich vom Platz gehen sollten, unabhängig vom Spielergebnis. Und so kam es zur Prämiere eines „Freundschaft-Pokalspiels“ mitsamt Schiedsrichtergespann und einigen Fans am Seitenrand. Motiviert gingen die Wiesmoorer Damen dennoch mit einem 3:1 Sieg vom Platz. Ausgerechnet in diesem Spiel riss das vordere Kreuzband von Insa Corbach, sodass sie momentan pausieren muss. Ina Schoon kann verletzungsbedingt leider keinen Fußball mehr spielen, bleibt uns aber weiterhin als Ansprechpartnerin, engagierter Fan und Mannschaftskassenwart erhalten. Wir hoffen, es geht euch beiden ganz bald wieder besser!
Freundschaftsspiele boten uns darüber hinaus die Möglichkeit Spielpraxis im neuen 4-4-2-System zu sammeln und zu einer Mannschaft zusammenzuwachsen. Die Partien gegen die SG Firrel/Timmel und Komet Walle schlossen wir mit einer knappen Niederlage von 2:3 und einem Unentschieden von 6:6 ab. Im Vordergrund stand hierbei jedoch nicht das Ergebnis, sondern die Erfahrung, die wir sammelten. Fehler erkennen, verstehen, aus ihnen lernen und Gutes weiter verbessern. So hieß die Devise, die uns in der Vorbereitung begleitet hat. Theorieeinheiten an Arnos Spielfeldtafel sollten uns über das nötige Know-How aufklären, das wir im Anschluss auf dem Rasen festigen konnten. So war jedes Training ein weiterer Schritt in Richtung Saisonauftakt und gleichzeitig eine Möglichkeit uns als Kollektiv zu etablieren. Humor und Spaß kamen trotz Herausforderung nicht zu kurz, sodass die Mannschaft als solche nicht auf der Strecke blieb.
Die ersten Punktspiele verliefen jedoch wenig erfreulich. Gegen den SV Leybucht verloren wir knapp mit einem 1:2. Der durch Krankheitsfälle schmal besetzte Kader ließ sich durch Nervosität und aus Unkonzentriertheit resultierenden Fehlern aus dem Konzept bringen und den Gegner zu frei agieren. Ein direkt verwandelter Eckstoß verhalf den Leybuchtern schließlich zur Führung, die wir nicht mehr einholten. Die Begegnung mit der SG Westerende/Aurich III brachte ein deutlicheres Ergebnis hervor. Mit einem 3:6 endete nach 90 Minuten die Partie zugunsten des aktuellen Tabellenführers (Stand 3. Spieltag). Erneut fielen Passungenauigkeit und zu überhastete Aktionen auf Seiten der Wiesmoorer auf, die es im weiteren Saisonverlauf zu reduzieren gilt. Um dies zu erreichen sollte der gesamte Kader jedoch den nötigen Ehrgeiz aufbringen können, um gemeinsam an seinen Stärken und Schwächen zu arbeiten. Hierzu zählt die momentan zu geringe Trainingsbeteiligung ebenso wie der Einsatz im Spiel selbst!
Trotz reichlich Kritik ist dennoch anzumerken, dass die Spielgemeinschaft eine völlig neue Truppe darstellt, die zuvor nie in dieser Kombination zusammengekommen ist. Ein neues Spielsystem, eine neue Spielklasse und neue Gegner stellen diese vor eine Herausforderung, die gut angenommen wurde und wird. Die Stimmung in der Mannschaft ist bislang sehr gut und entgegen vorheriger Zweifel funktioniert das Vorhaben „Spielgemeinschaft“ besser als erwartet. Die Luft nach oben wird durch folgende Arbeit und den nötigen Einsatz jedes Einzelnen mit Sicherheit dünner werden, sodass wir den nächsten Spielen motiviert entgegen sehen können.
Für die Damen der SG
Tabea